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Schnarchschiene – ruhiger schlafen mit einer Unterkieferprotrusionsschiene

Etwa zwei von drei Menschen schnarchen zumindest zeitweise. Meist ist es nur ein störendes Geräusch – bei einem Teil der Betroffenen steckt aber eine obstruktive Schlafapnoe dahinter, bei der die Atmung im Schlaf immer wieder aussetzt. Eine individuell angefertigte Schiene, die den Unterkiefer nachts leicht nach vorne hält, kann in vielen Fällen helfen.


Was beim Schnarchen passiert

Im Schlaf erschlafft die Rachenmuskulatur, Zunge und Weichgewebe sinken zurück und verengen die Atemwege. Fallen sie wiederholt ganz zusammen, kommt es zu Atemaussetzern: Der Sauerstoffgehalt sinkt, der Schlaf wird ständig unterbrochen. Eine unbehandelte Schlafapnoe gilt als Risikofaktor für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes und sollte immer ärztlich abgeklärt werden.

Hinweise darauf sind:

  • lautes, regelmäßiges Schnarchen und vom Partner bemerkte Atemaussetzer
  • ausgeprägte Tagesmüdigkeit und Konzentrationsprobleme
  • morgendliche Kopfschmerzen

Wie die Schiene wirkt

Die zweiteilige Schiene hält den Unterkiefer im Schlaf leicht vorverlagert. So bleibt der Raum hinter der Zunge offener, die Luft strömt freier und das Schnarchen wird oft deutlich leiser. Wie gut sie im Einzelfall wirkt, lässt sich nur individuell beurteilen.

Unsere Schienen werden im 3D-Druck aus medizinischem Nylon gefertigt:

  • ultradünn – hinten nur etwa 0,5 mm, das lässt der Zunge Platz
  • bruchfest – hält auch nächtlichem Pressen und Knirschen stand
  • glatt poliert – nimmt weniger Verfärbungen auf und ist leicht zu reinigen
  • BPA-frei und hypoallergen

Ablauf

  1. Beratung und Untersuchung – bei Verdacht auf Schlafapnoe zuerst schlafmedizinische Abklärung
  2. Digitaler Scan – mit dem iTero-Scanner, ohne Abformmasse
  3. Anfertigung im Labor, meist innerhalb einer Woche
  4. Eingliederung und schrittweise Feineinstellung, bis Wirkung und Tragekomfort passen

Für wen eignet sich die Schiene?

Bei Schnarchen ohne Atemaussetzer, bei leicht- bis mittelgradiger Schlafapnoe und wenn eine Atemmaske (CPAP) nicht vertragen wird. Voraussetzung ist ein ausreichend stabiles Gebiss.


Kosten

Bei ärztlich diagnostizierter Schlafapnoe kann die Schiene zulasten der gesetzlichen Krankenkasse verordnet werden – Voraussetzung sind die Verordnung durch eine schlafmedizinisch qualifizierte Ärztin oder einen Arzt und dass die Maskentherapie nicht erfolgreich eingesetzt werden kann. Bei reinem Schnarchen ist sie eine Privatleistung. Sie erhalten vorab einen Kostenplan.

Sie schnarchen oder fühlen sich morgens wie gerädert? Rufen Sie uns an unter (09174) 97 76 37 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Häufige Fragen

Ersetzt die Schiene die Atemmaske (CPAP)?

Nicht grundsätzlich. Bei ausgeprägter Schlafapnoe gilt die Maske als wirksamste Behandlung. Die Schiene ist eine Möglichkeit bei leichteren Formen oder wenn die Maske nicht vertragen wird – das entscheiden wir gemeinsam mit Ihrer Schlafmedizinerin oder Ihrem Schlafmediziner.

Muss ich mich an die Schiene gewöhnen?

Meist einige Nächte bis wenige Wochen. Anfangs können vermehrter Speichelfluss oder ein Spannungsgefühl im Kiefer auftreten; beides lässt üblicherweise nach.

Wie pflege ich die Schiene?

Morgens mit kaltem Wasser und einer weichen Bürste reinigen und trocknen lassen – kein heißes Wasser, keine grob schleifende Zahnpasta.

Wie lange hält eine Schiene?

Bei sorgfältiger Pflege in der Regel mehrere Jahre. Neuer Zahnersatz oder Veränderungen im Gebiss können früher eine Neuanfertigung nötig machen.